Wege.

Wir leben in einer – auch für Mettmann – bewegten Zeit der Umbrüche, der Entscheidungen und der Neugestaltung. Das bietet aber auch Chancen. Deshalb heißt es aktiv zu werden, um gemeinsam für unsere Stadt mehr möglich zu machen. 

 

Wie kann das gelingen? Mit einer guten Mischung aus Herz und Verstand! Denn viele der anstehenden Aufgaben sind nicht rein rational zu lösen, oft wird es hierbei auch um das WIE gehen, WIE wir uns begegnen – auf Augenhöhe, offen kommunizierend und wertschätzend gegenüber den Bedenken, Sorgen und auch den Ideen des jeweils anderen. 

 

Sei es in den schwierigen Fragen um den Haushalt, der Entwicklung einer für Mettmann passenden Schullandschaft oder künftigen Mobilität; immer wird es verschiedene WEGE geben. Doch das Ziel, das wir alle gemeinsam verfolgen, ist das Wohl unserer Stadt.


Themen in Mettmann

Ehrenamt

Klimaschutz



„Die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten.“

Jean Fourastié

Vor diesem Hintergrund habe ich interessierte Bürger zu zwei Workshops eingeladen und sie zu unserer Stadt befragt. Eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Workshops war, dass wir unsere lokalen Stärken stärken und Potentiale viel besser nutzen sollten. Denn Mettmann begeistert an vielen Stellen heute schon.

 

Was uns fehlt, ist ein übergeordnetes Konzept für unsere Stadt. 

Wie soll Mettmann in 2030 aussehen? Wir benötigen attraktive Ziele mit klar formulierten Handlungsstrategien. Soll Mettmann eine gesunde Stadt werden? Eine Stadt mit hoher Lebensqualität oder eine engagierte Stadt? Was ist Mettmann für Sie?

 

Diesen Weg möchte ich mit möglichst vielen Mettmanner*innen gemeinsam gehen. Denn wer weiß besser als Sie, die Sie sich aktiv für den Standort Mettmann entschieden haben oder die Sie schon seit Generationen hier verwurzelt sind, was unsere Stadt schon alles bietet, was uns als Gemeinschaft in den kommenden Jahrzehnten wichtig ist und was wir gemeinsam mit einem attraktiven Ziel vor Augen, alles aus ihr machen können.

 

Hier finden Sie erste wichtige Punkte, die wir gemeinsam möglich machen können.




Gemeinsam mehr für Mettmann möglich machen

Ob unsere Verkehrssituation, die einer Mobilitätswende mit Radwegekonzept bedarf, der Sanierungsstau an unseren Schulen sowie der mögliche Elternwille zur Errichtung einer Gesamtschule, die Gestaltung des Jubiläumsplatzes, mehr Bürgerbeteiligung und Nutzung von Kompetenzen sind nur einige Motivationen, mich für Mettmann als Bürgermeisterin zu engagieren:


1. Gute Chancen für Kinder und Jugendliche

bedeuten für mich:

 

Vorhandene BildungsUNgerechtigkeiten + ChancenUNgleichheiten zu verringern und bestehende Gewalt in Familien zu verhindern.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Familien in allen Themen frühzeitig unterstützen
  • In Sprachförderung und Schulsozialarbeit investieren 
  • Integration von jungen Menschen aktiv angehen
  • Bestehende Angebote verschiedener Akteure (wie z.B. Ergotherapeut und KITA) bündeln und vernetzen in einem Stadtnetzwerk für Kids
  • Zusammen mit dem Sozialmanagement

 

Betreuungsangebote in KITAs und Schulen dürfen keine Mangelware sein.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Bedarf vorausschauend planen 
  • KITA Plätze wohnortnah schaffen: „kurze Beine, kurze Wege“
  • Tagespflegepersonen unterstützen
  • OGS Plätze in bedarfsgerechten Räumen ausbauen 
  • Qualität der Betreuung sichern 

 

Bestmögliche Schulbildung für alle Kinder zu ermöglichen.


So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Digitalisierung an Schulen etablieren
  • Unterstützung durch IT-Experten vor Ort sicherstellen 
  • Schullandschaft weiterentwickeln
  • Sanierungsstau in Schulen abbauen – Toiletten ohne Herpesgefahr und Fachräume für zeitgemäßes Lernen aller Schüler 
  • Übergänge zwischen z.B. KITA und Schule aktiv gestalten
  • Austausch mit Elternpflegschaft und Schülersprechern verstetigen

Siehe auch BLOG-Artikel > Schulweg-Sicherheit erhöhen <

 

Langeweile in der Freizeit durch vielseitige Angebote abzuschaffen. 

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Zugang zu Kultur, Musik, und Sport niederschwellig gestalten
  • Angebote außerschulischer Anbieter wie z.B. Vereinen mit Schule vernetzen 
  • Projekte an den Interessen der Jugendlichen ausrichten und gemeinsam entwickeln
  • Sportstättenverfügbarkeit auch am Wochenende erweitern

2. Stärkung des Ehrenamtes und der Bürgerbeteiligung

bedeuten für mich:

 

Kommunikation auf Augenhöhe sicherzustellen.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Komplexe Inhalte des Verwaltungsgeschehens erklären
  • Regelmäßige Bürgerinformation – analog wie digital – für mehr Transparenz sicherstellen
  • Ampelsystem für Anfragen und Projekte in der Stadt einführen 
  • Lösungsorientierte Herangehensweise zwischen Bürgern und Verwaltung gewährleisten
  • Experten der Stadt rund um einen Kompetenztisch versammeln – mit einem Kompetenztisch zum Thema „Stadtfinanzen“ möchte ich starten (Bei Interesse melden Sie sich gerne unter: info@sandra-pietschmann.de)

 

Unsichtbares Ehrenamt und Bürgerbeteiligung sichtbar zu machen und Wert zu schätzen.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Zusammenarbeit mit Bürgervereinen, Initiativen und Vereinen aktiv leben
  • Portal für alle Bürgerideen eröffnen: „jede Idee ist wichtig“
  • Bürgerbudget für gemeinwohlorientierte und themenbezogene Projekte einführen
  • Büroräume inkl. Infrastruktur für Bürgervereinen, Initiativen und Vereinen mitten in der Stadt zur Verfügung stellen und online buchbar machen

3. Innenstadt gestalten und attraktiveren

bedeutet für mich: 

 

Lärm und Beton raus aus der Stadt, viel Grün und Leben zieht ein.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Konkrete Antworten auf die Frage „Welche Funktion soll der Jubi zukünftig haben?“ sammeln, evaluieren und zeitnah umsetzen
  • Nachhaltige Gestaltung durch weitere Begrünung auch an Fassaden, Wasserflächen und Sitz-, Spielelemente, die zum Leben einladen 
  • Kostenloses WLan in den Innenstadt verfügbar machen
  • Festivals in der Innenstadt von Mettmannern für Mettmanner organisiert: Feierabend- oder Biomärkte, Streetfood- oder Musikfestival
  • Projekte für spezielle Zielgruppen – wie z.B. Senioren in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat – fördern und initiieren 
  • Barrierefreiheit verbessern 

 

Innenstadt-Brachen und Hinterhöfe, Leerstände mit Charme und Flair wiederzubeleben.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Neue Ideen gemeinsam mutig umsetzen: Startups, PopUp-Stores oder Co-Working Spaces in die Innenstadt bringen
  • Moderne Wohnkonzepte wie Co-Living oder seniorengerechtes Wohnen bei der Verdichtung von Wohnraum in der Innenstadt möglich machen 
  • Immobilien-Eigentümer als Partner für die Innenstadtentwicklung gewinnen 

 

Amazon den Kampf anzusagen und Einzelhandel in Mettmann – auch online – zu stärken.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Online-Plattform für Lieferdienst und Bestellservice weiterentwickeln: Kauf Lokal. Das Motto unserer Stadt.
  • Initiativen der Händler und Gastronomen – den Experten vor Ort – pro aktiv unterstützen 
  • StadtAPP für schnelle Information über das aktuelle Geschehen in Mettmann (Events, Angebote und Aktionen) bereitstellen

 

Die Mobilität in der Stadt zu verändern – unsere Herausforderungen sind:
Unsichere Radwege, verschiedene Bus-Tarifzonen und Staus beim Pendeln mit dem Auto. 

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Radmasterplan für Freizeit und Arbeitsweg: Radwege ausbauen, Sicherheit erhöhen, hochwertige Abstellanlagen bereitstellen, Parkraum neu denken   |   siehe auch BLOG-Artikel > Schulweg-Sicherheit erhöhen <
  • ÖPNV: Taktung und Tarife gemäß der klaren Zielsetzung „Stärkung des ÖPNV“ anpassen
  • Überregionale Verkehrskonzepte mit umliegenden Städten entwickeln 
  • Pendler-Belange: Verkehrsfluss optimieren, Park&Ride anbieten 
  • Lösungen mit Land NRW und Kreis ME für Maßnahmen zur Beruhigung und Lenkung des Verkehrs auf Straßen des Landes bzw. Kreises finden
  • Car- and Bikesharing in die Stadt bringen
  • Initiative „Bürger-Bus“ unterstützen, fördern und ausbauen

4. Klimapolitik – global gedacht / lokal gemacht

bedeutet für mich:

 

Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle an und zwar JETZT. Denn Klima kennt keinen Impfstoff. Ich möchte, dass Mettmann auch in Zukunft mit hoher Lebensqualität punktet: Gesund und in grüner Umgebung. Dazu gehört für mich auch eine klimafreundliche Politik. 

 

Vor Ort in Mettmann können wir ganz konkrete Projekte umsetzen. Dazu müssen wir den Schutz von Umwelt und Klima in allen Bereichen mitdenken. Von der Blumeninsel für Biene und Mensch über Ausschreibung von klimaneutralen Siedlungen bis zur Umsetzung eines integrierten Mobilitätskonzeptes wie z.B. dem Radmasterplan ME.

 

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Unterausschuss Klima zur Koordinierung aller Aufgaben des Klimaschutzes als Querschnittsaufgabe in der Kommune einberufen
  • Klimamanager als Ansprechpartner für Bürger, als Koordinator und Initiator neuer Ansätze verbindlich installieren 
  • Klima-Bildungs-Projekte in Kitas und Schulen fördern und bündeln
  • Bauliche Maßnahmen: Fassadenbegrünungen / Photovoltaik-Anlagen und Vertikal-Windturbinen auf städt. Gebäuden fördern 
  • Neue Ansätze für nachhaltiges Handeln in der Stadt unter Einbindung der Bürger entwickeln
  • Patenschaften für Bäume, Quartiere, (blühende oder essbare) Grünflächen vergeben

5. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt fördern

bedeutet für mich

 

Wirtschaft in Mettmann zu fördern und Perspektiven zu schaffen.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort stärken und gemeinschaftlich Entwicklungspotentiale erarbeiten
  • Kompetenztisch Stadtfinanzen gründen
  • Team der Wirtschaftsförderung als zentralen Player verstehen
  • Einen Unternehmensscout auf Werbetour für Mettmann schicken
  • Verfügbarkeit von Gewerbeflächen überprüfen
  • Mettmann für Startups und weitere Wachstumsunternehmen attraktiv machen
  • Stadtverwaltung als Dienstleistungspartner für Bürger und Unternehmen verstehen/ausbauen 
  • Den Tourismus ökologisch bewusst fördern und das Neanderthal besonders mit seinem Steinbruch weiterentwickeln

 

Digitalisierung voranzutreiben: Aus Lan wird WLan, mit Glasfaser und 5G

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Infrastruktur für schnelles Internet ausbauen
  • Dienstleistungen der Stadt auch Online verfügbar machen
  • Einsatz von IT in der Verwaltung stärken
  • Im engen Austausch mit den Unternehmen und Institutionen vor Ort stehen 

 

Starke Partner an die Seite Mettmanns zu holen.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Interkommunale Zusammenarbeit zu diversen Themen prüfen z.B. im Bereich Fördermittelmanagement 
  • Alternative Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten aufzeigen: Grundstückstausch, Eigentümer- und Betreibermodelle, Investorenmodelle, PublicPrivatePartnership-Modelle

 

Interessen der Stadt bei Land und Bund zu vertreten.

So können wir es gemeinsam möglich machen:

  • Politisch hartnäckig auf die Schieflage zwischen einer stetigen Erweiterung der kommunalen Aufgaben bei gleichzeitig unzureichender Finanzierung durch das Land und den Bund hinweisen.

Auf ein Wort

Welche Möglichkeiten habe ich als Bürgermeisterin?

Viele Bürgerinnen und Bürger meinen, die Person im höchsten Amt der Stadt kann sehr viel alleine entscheiden. Das stimmt nur bedingt. Zum einem gibt es rechtliche Vorgaben, Vorraussetzungen, kommunale Regularien, Richtlinien und Grenzen, an die sich eben auch ein Bürgermeister halten muss.

 

Dann gibt es den Stadtrat mit den von Ihnen gewählten Volksvertretern. Dort wird eigentlich das meiste entschieden, was in einer Stadt passiert und wofür z.B. Geld ausgegeben wird. Von dort kommen auch die meisten Anregungen, Anträge, Vorgaben und "Aufträge" an die Verwaltung. Die Verwaltung erarbeitet eigenständig oder eben "im Auftrag" Beschlussvorlagen mit Stellungnahmen, die in den Ausschüssen und schließlich im Rat der Stadt diskutiert, angenommen oder abgelehnt werden.

 

Und natürlich gibt es noch finanzielle Voraussetzungen, die die Verwaltung (und natürlich auch der Stadtrat) berücksichtigen muss. Mettmann ist hoch verschuldet und hat traditionell leider sehr wenig Gewerbesteuer-Einnahmen, aus der sich hauptsächlich eine Stadt finanziert. Immer weitere Schulden machen ist nicht nur wegen der Generationengerechtigkeit nicht sinnvoll, sondern es gibt auch über die Kommunal-Aufsicht auch sehr enge rechtliche Grenzen (Stichwort Haushaltssicherungskonzept bzw. Nothaushalt).

Aber...

...ich kann trotzdem gestalten, statt nur verwalten. Agieren statt reagieren. Eigene Ideen einbringen, Prozesse anstoßen, Diskussionen in Gang bringen, Alternativen suchen. Das Potential, was eine mehrere hundert Mitarbeiter starke Verwaltung mit sich bringt, stärken und fördern, beleben, neu ausrichten und optimieren.

 

Ich kann mir zu spezifischen Themen Expertenrat einholen – aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Für und Wider berücksichtigen und abwägen. Ich kann Brückenbauer und Moderator zwischen kontroversen Meinungen sein. Ich will Möglichmacherin statt Bedenkenträgerin sein, immer nach Lösung suchen, wo andere vorschnell mit einem "ja, aber..." antworten.

 

Und vor allem kann ich das alles transparent, offen und ehrlich machen. Man kann es nicht allen recht machen. Aber ich kann die Bürgerinnen und Bürger in den Gestaltungsprozessen, die vor uns liegen, mitnehmen. Ich kann soziale Aufgaben bestmöglich meistern, die wirtschaftlichen Herausforderungen zusammen mit Handel, Dienstleistern, Handwerk und Industrie besprechen, abstimmen und angehen. Ich kann das kulturelle Leben und deren Akteure fördern und die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen und Institutionen so gut es geht unterstützen. Ich kann alles daran setzen, dass sich die Wohnungssituation verbessert und dass sich Bildungseinrichtungen zukunftsfähig aufstellen.

 

Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass die "Möglichkeiten" und das "Möglichmachen" einer Bürgermeisterin/eines Bürgermeisters enorm groß sind.